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Andreas Sonntag, 16. August 2026 von Andreas

16.08.2026

Heilstollen – leider nichts zu essen

Wir befürchten, dass wir heute das letzte Mal im Urlaub auf der Terrasse frühstückten.

Die Wettervorhersagen für die nächste Woche schauen nämlich nicht so rosig aus.

Daher schlug Claudia vor eine von der Mutter unseres Vermieters vorgeschlagene Wandertour heute zu machen.

So fuhren wir nach dem Frühstück zum Wanderparkplatz großes Bildchen.

Henrike hatte so gar keine Lust auf „wandern“ und ließ durch ihr Erscheinungsbild auch gar keinen Zweifel daran aufkommen.

Leonie hingegen lief die ganze Zeit den vielfältigen Weg über Felder, durch Wälder, auf und ab vorneweg.

Ab und zu schaute sie zu uns zurück.

Plötzlich dachten wir, wir wären am Ziel.

Aber dem war nicht so.

Ein paar Wegänderungen später kamen wir am Ziel an.

Da es im Heilstollen nur 8°C waren, zogen wir uns warme Kleidung an.

Im Warteraum lasen wir viele tolle Geschichten von der Wirkung des Stollens und dem Gesundheitswasser (von Krebsheilung über das Verschwinden von Gallensteinen, etc.).

Die anderen Besucher, die mit uns warteten, waren mit Kanistern bewaffnet und deutlich älter als wir.

Als sich die Tür zum Stollen öffnete, stürmten die Rollator-Fahrer in den Stollen und belegten die Liegen ganz am Ende der Höhle.

Wir liefen langsam hinterher und suchten uns leer Bänke.

Dort sollten wir dann still verweilen.

Statt der angekündigten halben Stunde wurden wir nach 20 Minuten wieder zum Aufstehen genötigt.

Uns ging es anschließend weder besser noch schlechter. Sicherlich hilft der Stollen Menschen mit Allergien und Atemwegsproblemen, aber alle anderen „Wunder“ wagen wir in Zweifel zu ziehen.

Nach dem Stollenbesuch ging es kurz ins Wassertretbecken.

Anschließend versuchten wir im Hotelrestaurant etwas zu trinken zu erhalten und vielleicht auch einen Stollen.

Da sich das erste schon sehr schwierig gestaltete, versuchten wir es mit dem Stollen gar nicht erst (das hätte die Bedienung intellektuell vermutlich gar nicht kapiert).

Im Gegensatz zu anderen Gästen an anderen Tischen war es unserer Bedienung nicht möglich mitzuteilen, welchen Kuchen es heute im Angebot gab. Also folgten Claudia und Leonie der Aufforderung im Innenraum selbst nachzusehen. Im Gegensatz zu allen anderen mussten sie die Kuchenstücke auch selbst zum Tisch bringen.

Nachdem nach 30 Minuten noch immer keine Getränke bei uns angekommen waren, fragten wir mal nett nach. Kurz darauf kam wenigstens der Cappuccino für Claudia, auch wenn wir den Kuchen bereits aufgegessen hatten.

10 Minuten später betrat Andreas das Restaurant und machte in deutlichen Worten klar, dass wir nun schon ewig auf unsere Getränke warteten und was hier unter Service verstanden wird.

Kurz darauf bekamen wir endlich unsere Apfelsaftschorlen und ein Bier.

Wieder in luftiger Kleidung machten wir uns auf den Heimweg, den Henrike eigentlich gar nicht antreten wollte. Sie schlug vor, dass Claudia sie ja mit dem Auto abholen könnte. Dieser Versuch war aber nicht von Erfolg gekrönt und auch die Idee einen Bus zu nehmen, scheiterte an den schlechten Verbindungen.

So trottete sie widerwillig, laut Bibi Blocksberg hörend, mit uns zurück.

Hier ein paar Impressionen des Wegs:

Übrigens, in 129 Tagen ist Hl. Abend!

Vom Parkplatz ging es wieder direkt nach Hause auf die Terrasse.

Heute bereitete Claudia das Abendessen zu.

Hier noch zum Abschluss eine Erklärung, wieso es „Das große Bildchen“ heißt.